St. Vinzenz Klinik Pfronten

Internationaler Besuch in der St. Vinzenz Klinik

Ärzte aus Lateinamerika hospitieren in Pfronten

Mittwoch, 10. August 2016

Bild Presse

Pfronten. Dass die St. Vinzenz Klinik in Pfronten überregional einen sehr guten Ruf für Schulter- und Ellenbogenchirurgie bei Patienten und Medizinern besitzt, zeigt nicht nur das im Juli zum 13. Mal von Dr. Geyer und Dr. Schoch veranstaltet und wie immer ausgebuchte Allgäuer Symposium für Orthopädische Chirurgie in Pfronten. Auch in der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellbogenchirurgie (DVSE) ist das Ärzte-Team aus Pfronten seit Jahren wissenschaftlich und meinungsbildend aktiv, so dass 2016 erstmals internationale Gäste der DVSE  auch zu Gast im „kleinen“ Pfronten waren.

Dr. Fabiola Maldonado (Mexico City) und Dr. Ignacio Rellán (Buones Aires), jeweils aus dem größten Klinikum der bevölkerungsreichen Städte Lateinamerikas besuchten die St. Vinzenz Klinik für ein paar Tage. Beide hatten ein sogenanntes „Fellowship“ (eine Art Stipendium) für herausragende wissenschaftliche Beiträge zu Ihrer Südamerikanischen Vereinigung für Schulter und Ellbogenchirurgie (SLAHOC) gewonnen. Die beiden Mediziner waren für insgesamt vier Wochen in Deutschland, um anerkannte Abteilungen der Ellenbogen- und Schulterchirurgie  zu besuchen. Sie waren bei Operationen dabei und führten mit den deutschen Ärzten rege wissenschaftliche Diskussionen über die Schulter- und vor allem Ellbogenchirurgie. Der zwischenmenschliche Aspekt, der Aufbau von fachlichen Beziehungen und das „voneinander lernen“ wird in solchen Fellowship-Programmen in der Medizin groß geschrieben.

Am Abend des 20.7. kamen die beiden Ärzte aus München, wo sie mehrere Tage die Technischen Universität besucht hatten, am Bahnhof in Pfronten-Ried an - sicherlich der kleinste Bahnhof, an dem sie bei ihrem Deutschlandaufenthalt aussteigen durften. Sofort fühlten sie sich in der Urlaubsidylle wohl und ein erstes Kennenlernen mit Dr. Geyer und Dr. Schoch konnte bei schönstem Wetter im Biergarten stattfinden. Am nächsten Morgen wurde bereits das Frühstück für gegenseitige Vorträge zu Ellenbogenthemen genutzt. Anschließend ging es in den OP, wo eine Implantation einer inversen Schulterprothese (künstliches Schultergelenk) anstand, die in der St. Vinzenz Klinik mittlerweile über 1200-mal durchgeführt wurde. Dr. Geyer demonstrierte danach zwei Eingriffe am Ellbogen, die durch die Klinik in Pfronten wissenschaftlich publiziert und der Abteilung einen herausragenden Ruf in der Ellbogenchirurgischen Landschaft Deutschlands verschafft hat. Behandelt wurde eine chronische Ellbogeninstabilität mit Arthroskopie (Gelenkspiegelung) und Bandplastik.

Nach einer kurzen Verschnaufpause wurde selbstverständlich auch ein „touristisches Programm“ im Königswinkel absolviert: Schloss Neuschwanstein, das Hohe Schloss, der Falkenstein, die Berge und zum Sonnenuntergang die Allgäuer Riviera in Hopfen hinterließen bleibende Eindrücke bei den „Fellows“.

Der Freitag startete früh mit Vorträgen und Diskussion. Mit Dr. Schoch ging es erneut in den OP, wo ein anderes Schulterprothesenmodell eingebaut, die Vor- und Nachteile der an den beiden Tagen demonstrierten Systeme dargestellt und hinterfragt wurden. Die zweite Operation an diesem Tag war wieder eine Ellbogenarthroskopie bei einer jungen Sportlerin mit Knorpelschaden. Abschließend folgte noch eine Schulterarthroskopie. Für die beiden lateinamerikanischen Gäste ging es anschließend  weiter zur nächsten Station ihrer Reise nach Neustadt an der Saale.

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