St. Vinzenz Klinik Pfronten

Minimal invasiv - maximal erfolgreich

Mediziner aus Südafrika schaut Pfrontener Chirurgen am Tag der Arthroskopie über die Schulter

Freitag, 01. Februar 2019

Hospitation 01 2019

Unter dem Motto: „Arthroskopie hilft“ plante die deutschsprachigen Gesellschaft für Arthroskopie (AGA) dieses Jahr am 1. Februar verschiedenste Aktionen, um über das Thema der minimalinvasiven Gelenkchirurgie zu informieren und auch in Zukunft diesen „Tag der Arthroskopie“ zu etablieren.

Schmerzen im Gelenk können verschiedene Ursachen haben. Neben der ärztlichen Untersuchung, den Bildgebenden Verfahren (z.B. Röntgen, MRT, Ultraschall) spielt die Arthroskopie in der Diagnosestellung und der Therapie für die Mediziner eine wichtige Rolle.

In der St. Vinzenz Klinik Pfronten werden jedes Jahr viele arthroskopische Eingriffe durchgeführt, so dass auch hier der Tag der Arthroskopie für eine besondere Aktion genutzt wurde. Die beiden Pfrontener Chirurgen, Dr. Christian Schoch und Dr. Björn Drews konnten einen südafrikanischen Kollegen zu einer 2-tägigen Hospitation (Besuch) begrüßen. Hierbei konnte Dr. Pirjol den beiden Ärzten im OP über die Schultern schauen. Sowohl Dr. Schoch als auch Dr. Drews sind seit vielen Jahren ausgebildete AGA-Instruktoren, d.h. dass sie andere Ärzte im Bereich der Gelenkchirurgie ausbilden und anleiten dürfen.

Zahlreiche Eingriffe am Schultergelenk und eine Ellenbogenarthroskopie durch Dr. Schoch standen auf dem Programm. Neben den Beobachtungen bei den Eingriffen erfuhr Dr. Pirjol vieles zur Theorie und konnte einige Tipps und Tricks mit in seine Heimat nehmen. Parallel konnte der interessierte Gast auch bei Kreuzbandersatz-Operationen sowie meniskuserhaltenden Eingriffen von Dr. Drews dabei sein. Neben dem fachlichen Austausch ist es für die beiden Pfrontener immer wieder spannend, die Unterschiede der Versorgung, der Zugänglichkeit und der Wahrnehmung der Schwere einer Verletzung in einem anderen Land und einem anderen Gesundheitssystem kennenzulernen.

Somit war auch in Pfronten der 1. Februar ein Tag der Arthroskopie. Man war und ist sich sicher, dass man weiterhin den Patienten mit immer minimal-invasiver-werdenden Eingriffen einen maximalen Nutzen bringen kann.



Was ist eine Arthroskopie?

Der Name "Arthroskopie" kommt von griechisch arthros (Gelenk) und skopein (schauen).
Hierbei führt der Arzt über einen kleinen Hautschnitt eine winzige Kamera in das Gelenk ein. Die Bilder aus dem Gelenk werden auf einen Monitor übertragen. So kann der Arzt eine exalte Diagnose des jeweiligen Problems im Gelenk stellen. Mit Hilfe von speziellen Instrumenten, die ebenfalls durch kleine Schnitte in das Gelenk eingebracht werden, können ggf. auch kleine Eingriffe direkt hierbei vorgenommen werden.

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