Experten referierten in der St. Vinzenz Klinik über Prävention, Diagnostik und Behandlung von Sportverletzungen

Unter dem Motto „Sport am Berg“ fand am 19. und 20. Juni 2026 das Allgäuer Symposium erstmals in den Räumen der St. Vinzenz Klinik in Pfronten statt. Mehr als 70 Ärzte und Physiotherapeuten nutzten die zweitägige Fachveranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen, Behandlungsmethoden und Erfahrungen rund um das Thema Sportverletzungen auszutauschen.

Das Allgäuer Symposium wird seit dem Jahr 2003 einmal im Jahr veranstaltet und hat sich in dieser Zeit als etablierter Fachkongress für Mediziner und Therapeuten entwickelt. Während die Veranstaltung bislang in umliegenden Hotels ausgerichtet wurde, war die St. Vinzenz Klinik in diesem Jahr erstmals Gastgeberin. Die Veranstaltung fand in und rund um den großen Veranstaltungsraum der Klinik statt und bot optimale Bedingungen für Vorträge, Workshops und den persönlichen Austausch.

Das abwechslungsreiche Programm umfasste zahlreiche Fachvorträge renommierter Referenten sowie praktische Workshops. In zwei Workshop-Blöcken hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Während am Freitag beim Outdoor-Workshop „Bewegung und Diagnostik“ mit Themen wie Lauf-ABC und Erstversorgung am Berg im Fokus standen, konnten die Teilnehmer am Samstag in Hands-on-Workshops selbst praktische Erfahrungen sammeln. Unter Anleitung der Ärzte arbeiteten sie an Modellen zum Knie- und Schulte-Gelenkersatz sowie zur Frakturversorgung. Ergänzt wurde das Angebot durch einen mobilen OP, der an beiden Tagen vor der Klinik stand und in dem moderne Techniken der Gelenkversorgung an Schulter und Knie demonstriert wurden. Besonders geschätzt wurden zudem die Möglichkeiten zum Netzwerken und fachlichen Austausch – sei es in den Pausen oder beim gemeinsamen Hüttenabend am Freitag.

Die wissenschaftliche Leitung des Symposiums lag in den Händen der drei chirurgischen Chefärzte der St. Vinzenz Klinik: Dr. Björn Drews, Dr. Christian Schoch und MUDr. Pavol Pavelka, MHBA. Zahlreiche hochkarätige Referenten – sowohl externe Experten als auch Fachärzte der St. Vinzenz Klinik – beleuchteten unterschiedliche Aspekte von Sportverletzungen, deren Prävention sowie moderne Therapieansätze.

Eine besondere Freude war die Teilnahme von Dr. Michael Geyer, der Anfang der 2000er Jahre die Idee zum Allgäuer Symposium entwickelte und die Veranstaltung über viele Jahre hinweg organisierte. Sein Besuch unterstrich die enge Verbundenheit mit dem traditionsreichen Kongress.

Einen wichtigen Beitrag zum Programm leistete zudem die Bergwacht Pfronten. In einem Fachvortrag und einem Workshop demonstrierte ein ehrenamtlicher Retter praxisnah, wie eine professionelle Erstversorgung bei Notfällen am Berg erfolgen kann. Die Teilnehmer erhielten dabei spannende Einblicke in die Herausforderungen und Abläufe von Bergrettungseinsätzen.

Ein besonderes Highlight bildete der Abschlussvortrag „Faszination Mount Everest“ von Dr. Matthias Baumann aus Sigmaringen. Der erfahrene Mediziner berichtete eindrucksvoll von seinen Erlebnissen als Expeditionsarzt im Himalaya und gewährte faszinierende Einblicke in die medizinischen und menschlichen Herausforderungen in extremen Höhenlagen – umrahmt von wunderschönen Bildern.

Die Organisatoren bedanken sich herzlich bei den zahlreichen Sponsoren, die die Durchführung des Symposiums ermöglicht haben, sowie bei allen Referenten für ihre fachlich hochwertigen Beiträge.

Bei bestem Wetter und mit beeindruckendem Blick auf die Allgäuer Bergwelt herrschte während der gesamten Veranstaltung eine großartige Atmosphäre. Entsprechend positiv fiel auch das Feedback der Teilnehmer aus. Die Verantwortlichen der St. Vinzenz Klinik ziehen daher ein rundum positives Fazit: Die Premiere des Allgäuer Symposiums in den Räumen der Klinik ist gelungen und bildet eine hervorragende Grundlage für das nächste Allgäuer Symposium in Pfronten.

Pfronten I 23.06.2026