Kniegelenksnahe Umstellungsoperationen

Fachgebiet: Knie

Verkrümmungen der Beine (O-Bein, X-Bein) können im Laufe der Zeit Knorpelschäden und vorzeitige Arthrose auslösen, andererseits können auch massive Knorpelschäden und Seitenbandinstabilität zum X-Bein oder O-Bein führen. Knorpelschäden können durch Achsenfehlstellungen (O-Bein, X-Bein), Meniskuseinklemmungen, Unfall, Bandinstabilität (z. B. VKB-Ruptur), übermäßige Belastungen oder Stoffwechselstörung (Gicht) entstehen.

Ziel der Umstellungsoperation ist die dauerhafte Entlastung des geschädigten Gelenkanteiles und Vermeiden bzw. Verzögern des Einbaus einer Kniegelenksprothese.


Operation bei O-Bein (Genu varum)
Beim schmerzhaften Kniegelenk mit O-Bein (Genu varum) und vorwiegend einseitigen, ausgedehnten Knorpelschäden ist eine Achsenkorrektur (Begradigung) zur Entlastung des inneren geschädigten Gelenkanteiles erforderlich.

Die Operation wird nach sorgfältiger Planung mit Ganzbein-Röntgenaufnahmen meist als so genannte aufklappende Tibiakopfumstellung (Open-Wedge-Tibiaosteotomie) durchgeführt.


Operation bei X-Bein (Genu valgum)
Beim schmerzhaften Kniegelenk mit X-Bein (Genu Valgum) und vorwiegend einseitigen, ausgedehnten, außenseitigen Knorpelschäden wird zur Entlastung eine varisierende Achsenkorrektur erforderlich. Die Umstellung erfolgt  auch hier nach sorgfältiger Planung mit Ganzbein-Röntgenaufnahmen am Oberschenkelknochen oberhalb des Kniegelenkes als zuklappende Oberschenkelumstellung (suprakondyläre, varisierende closed-wedge-Osteotomie).

Vor der Durchführung einer Umstellungsoperation ist die Durchführung einer Kniearthroskopie (entweder gesondert oder in der gleichen Narkose wie die Umstellungsoperation) angezeigt. Nur bei Sanierung von Knorpelaufbrüchen und Meniskusschäden ist ein dauerhaftes Ergebnis erreichbar.

Bei Vorliegen eines Kreuzbandschadens und einer Achsenfehlstellung hat sich folgende Reihenfolge bewährt:

  1. Knorpel- und meniskussanierende Arthroskopie und Umstellungsoperation in gleicher Sitzung 
  2. Metallentfernung und Kreuzbandersatz nach einem halben bis einem Jahr

Behandelnde Ärzte

Dr. med. Michael Geyer

Leiter der Orthopädischen Chirurgie
Hauptoperateur EPZ St. Vinzenz

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

08363 / 693-403
sekretariat.chirurgie@vinzenz-klinik.de
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Dr. med. Johannes Spengler

Chefarzt Chirurgie
Leiter EndoProthetikZentrum (EPZ) St. Vinzenz
Arzt im MVZ Pfronten

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin, Notfallmedizin
D-Arzt

08363 / 693-403
sekretariat.chirurgie@vinzenz-klinik.de
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Dr. med. Kai Scriba

Leitender Oberarzt Chirurgie
Hauptoperateur EPZ St. Vinzenz
Arzt im MVZ Pfronten / Füssen

Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie
Notfallmedizin

08363 / 693-403
sekretariat.chirurgie@vinzenz-klinik.de
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