Rotatorenmanschettenriss

Fachgebiet: Schulter

Mit neuen Spezialinstrumenten und vereinfachter Technik können wir eine verletzte Rotatorenmanschette erheblich besser wieder herstellen.

Die Rotatorenmanschette umfasst verschiedene Sehnen- und Muskelgruppen oder verschiedene Sehnen, die den Oberarmkopf umschließen. Diese stabilisieren die Schulter und ermöglichen die Innen- und Außenrotation sowie das seitliche Abspreizen des Armes.

Bei großen Zerreißungen und schlechter Sehnenqualität operieren wir standardmäßig offen. Wir bevorzugen weiter Titanimplantate um die Rotatorenmanschette wieder zu fixieren, da auflösbare Implantate Entzündungen über der Sehne im Schleimbeutel und Verwachsungen begünstigen können.

„Double Row-Technik“ (Zwei-Reihen-Befestigungstechnik)

Mit verbesserter Technik und neuen Instrumenten können wir mit nur ein bis zwei Implantaten die Festigkeit einer rekonstruierten Rotatorenmanschette um 50 Prozent verbessern. Gerade bei ausgedehnten Massenrissen können wir mit dieser Technik in Kombination mit den Titan-Ankerschauben die Sehnen viel besser verschließen. Sollte dies in manchen Fällen nicht möglich sein, unternehmen wir einen Defektverschluss mit Bizepsfaszienpatch (Einsatz), Kunst-Patch oder Muskelversetzungsoperationen. Dieser Eingriff ist abhängig von der Stelle des Risses, dem Alter und dem Anspruch des Patienten.

Bei guten Sichtbedingungen und stabiler Restsehne wird die Sehne auch arthroskopisch (in Schlüssellochtechnik) nähen.

Bei entsprechender Rißform und Sehnenqualität kommen sog. „All-suture“-Anker, also nur aus Nahtmaterial bestehende Fadenanker minimalinvasiv zum Einsatz.

Bei Verletzung der Bizepssehnen fixieren wir diese mit einem kleinen Titanplättchen im Bizepssehnenkanal.

Bei jüngeren Patienten unternehmen wir bei Einklemmung über der Sehne im Schleimbeutel - ohne zerrissene Rotatorenmanschette - eine Engpasserweiterung, manchmal in Verbindung mit dem so genannten „Kalkneedling“. Bei Bedarf wird die Rotatorenmanschette nach der Kalkentfernung vernäht. Bei älteren Patienten führen wir diesen Eingriff auch bei Einklemmung von alten, nicht wiederherzustellenden Sehnenschäden durch.

Behandelnde Ärzte

Dr. med. Michael Geyer

Leiter der Orthopädischen Chirurgie
Hauptoperateur EPZ St. Vinzenz

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

08363 / 693-403
sekretariat.chirurgie@vinzenz-klinik.de
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Dr. med. Christian Schoch

Oberarzt Orthopädische Chirurgie
Leiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie
Arzt im MVZ Pfronten / Füssen

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Sportorthopädie

08363 / 693-403
sekretariat.chirurgie@vinzenz-klinik.de
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