Die Verletzung der Außenbänder am Sprunggelenk kommt sehr häufig vor. Meist reicht schon eine einfache „Verstauchung“, damit es zu einer Verletzung der Bänder kommt. Eine operative Naht der Bänder wird heutzutage nur in absoluten Ausnahmefällen durchgeführt. In der Regel wird das Sprunggelenk für 6 Wochen mit einer so genannten Orthese (feste Bandage) stabilisiert. Wenn die Ruhigstellung nicht erfolgt oder es öfters vorkommt, dass man mit dem Fuß umknickt, kann es zu einer Instabilität der Außenbänder kommen. Dies kann im schlechtesten Fall zu einem Knorpelschaden am Sprungbein führen.

In diesem Fall kann man ein intensives physiotherapeutisches Stabilisierungsprogramm für mindestens 3-6 Wochen durchführen. Führt dies nicht zu einer Besserung der Instabilität, kann eine operative Rekonstruktion der Außenbänder in Betracht gezogen werden.

Der erste Teil dieser Operation besteht aus einer diagnostischen Gelenkspiegelung (Arthroskopie), um den Zustand des Knorpels zu beurteilen. Der zweite Teil ist die eigentliche Bandstabilisierung, die über einen offenen Zugang durchgeführt wird. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

1.  Wenn die Bänder noch vorhanden und nur gedehnt sind, werden die verlängerten Bänder gerafft und mit Anteilen von der Knochenhaut am Außenknöchel verstärkt.

2. Wenn die Bänder nicht mehr vorhanden sind, werden sie mit der Gracilis- oder Plantarissehne ersetzt. Dabei wird die natürliche Anatomie der Bänder wieder hergestellt.

Unsere Ärzte

  • Chefarzt Chirurgie | Leiter EndoProthetikZentrum (EPZ) St. Vinzenz

  • Leiter Kniechirurgie und Sportorthopädie