Zunächst müssen die Ursachen für die Schmerzen geklärt werden. Man unterscheidet hierbei zwischen:

Spezifischen Rückenschmerzen = Schmerzen, die aufgrund von krankhaften Veränderungen in der Wirbelsäule auftreten.

Unspezifische Rückenschmerzen = Schmerzen, deren Ursache unklar ist und die keiner krankhaften Veränderung zugeordnet werden können.

Bei unspezifischen Beschwerden muss dann eine sogenannte „multimodale Schmerzbehandlung“ geplant und durchgeführt werden. Diese besteht aus regelmäßiger physiotherapeutischer Anwendung, Erstellung eines individuellen Schmerzmittelplanes und Therapiebegleitung durch lokale röntgengestützte Infiltrationsverfahren. Hierbei werden u.a. Schmerzmittel direkt in das betreffende Schmerzgebiet der Wirbelsäule eingebracht. Dieses Verfahren wird unter Röntgenkontrolle durchgeführt.

Bei spezifischen Rückenschmerzen, denen eine Einengung des Rückenmarkkanals, ein Wirbelgleiten oder eine Verengung der Nervenabgänge als Ursache zugrunde liegt, werden die operativen Behandlungsmöglichkeiten ihn Betracht gezogen, ausführlich besprochen und ein individueller Therapieplan entwickelt. Die Entscheidung hierfür setzt immer genügend Bedenkzeit voraus und die Möglichkeit eine Zweitmeinung einzuholen.

Grundsätzlich gibt es für viele Beschwerden an der Wirbelsäule die Möglichkeit einen Antrag für eine Rehabilitationsmaßnahme zu stellen. Dies muss jedoch mit jedem Patienten individuell besprochen und geprüft werden.

Ärzte

  • Leitender Oberarzt Chirurgie

  • Ärztliche Leiterin des MVZ St. Vinzenz Pfronten