Das Schultergelenk ist nicht nur eines der größten, sondern auch eines der wichtigsten Gelenke unseres Körpers, da es an sehr vielen Bewegungen beteiligt ist. Kein anderes Gelenk im menschlichen Körper ermöglicht einen so großen Bewegungsumfang wie die Schulter.

Eine gesunde Schulter trägt z.B. entscheidend zur Funktionalität der Hand bei. Kommt es an der Schulter zu Beeinträchtigungen, werden alltägliche Bewegungsabläufe wie das Zuknöpfen einer Bluse oder der Griff ins Bücherregal zum Problem. Langfristig kann hierdurch die Lebensqualität leiden.

Das Schultergelenk besteht im Hauptgelenk (Glenohumeralgelenk) aus einer kleinen Pfanne mit einer großen Oberarmkopfkugel. Anders, als zum Beispiel am Hüftgelenk, umgreift die Gelenkpfanne den Gelenkkopf nur minimal und auch Gelenkkapsel und Bänder bieten nicht die gleiche Stabilität, wie an der Hüfte oder an anderen Gelenken. Deshalb ist eine gute muskuläre Führung des Schultergelenks so wichtig für ihre Funktionalität. Eine Vielzahl von Muskeln, die um den Gelenkkopf ansetzen, sind hierfür ebenfalls notwendig.

Auch das Schultereckgelenk (ACG = Akromioclavikulargelenk), das „Thorako-scapulare Gelenk“ und der Subacromialraum  spielen eine entscheidende Rolle für die Gesamtbeweglichkeit und eine schmerzfreie Bewegung.
Das Thorako-scapulare Gelenk ist eine bewegliche Verbindung des Schulterblatts (Scapula) mit dem Brustkorb (Thorax). Hierbei handelt es sich um kein echtes Gelenk, da wesentlichen Merkmale wie z.B. der Gelenkknorpel fehlen. Der Subacromialraum ist der anatomische Bereich zwischen Schulterdach (Acromion) und Oberarmkopf. In diesem Raum liegt die sog. Rotatorenmanschette, also die Sehnen, die unseren Arm bewegen.

Beschwerden an der Schulter können verschiedenste Ursachen haben:

Hierzu gehören ganz allgemein falsche und zu starke Belastungen. Durch die dauerhafte Fehlbelastung kann es zu Entzündungsproblemen, aber auch zu „echten“ Strukturschäden wie beispielsweise Band-/Sehneneinrisse, Knorpelschäden oder Arthrose (Gelenkverschleiß) kommen.

Auch die Folgen eines Unfalls können bleibende Beschwerden verursachen. Zum einen können verkannte oder nicht richtig ausgeheilte Bandschäden eine Instabilität verursachen, zum anderen besteht die Gefahr einer Bewegungseinschränkung. Gleiches gilt für traumatische Knorpelschäden oder Frakturfolgen (Fraktur = Knochenbruch). Auf Grund der sehr beweglichen Anatomie ist eine Schulterluxation die häufigste Luxation (Auskugeln) des Erwachsenen.

Eine Arthrose (Gelenkverschleiß), kann durch  Fehl- und Überlastung oder nach einem Unfall entstehen. Sie kann ebenso durch rheumatische Prozesse  oder durch chronische Sehnenschäden entstanden sein. Sehr große Sehnenschäden (Defektarthropathie) sind meist auch für eine ausgeprägte Kraftminderung beim Anheben des Armes verantwortlich.

Auch die Begleitgelenke, hier v.a. das AC-Gelenk sind häufig durch eine Arthrose eingeschränkt. Noch häufiger ist das Schultereckgelek jedoch nach Unfall instabil.

Von den Beschwerden über die Diagnose zur passenden Therapie

Wenn Ihre Schulter einen Facharzt benötigt, sind Sie bei uns richtig:

Dr. Michael Geyer und Dr. Christian Schoch sind deutschlandweit anerkannte Schulter-Spezialisten. Beide Chirurgen werden seit Jahren als TOP-Mediziner im Bereich der Schulter- und Ellenbogenchirurgie auf der Focus-Ärzteliste geführt – die letzte Auszeichnung erhielten beide im April 2021. Auch in der Liste der TOP-Krankenhäuser wird unsere Klinik vom Nachrichtenmagazin seit dem vergangen Jahr gelistet – sowohl für den Fachbereich der Schulterchirurgie, als auch als regionales Krankenhaus in Bayern.

Zusätzlich sind sowohl Dr. Geyer als auch Dr. Schoch zertifizierte Schulter-und Ellbogenchirurgen der DVSE (Deutsche Vereinigung für Schulter-und Ellenbogen-Chirurgie) und Instruktoren für die Bereiche Schulter und Ellbogen der AGA (deutschsprachige Gesellschaft für Arthroskopische Chirurgie).

Die St. Vinzenz Klinik Pfronten ist die dritte Klinik in Deutschland, die von der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE) im Dezember 2020 zertifizierte wurde und sich nun offiziell Deutsche Schulter- und Ellenbogenklinik nennen darf. Dr. med. Michael Dittrich, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, komplettiert das Team der Schulter- und Ellenbogenklinik als dritter Operateur.

Vor jeder Behandlung steht zunächst eine sorgfältige Diagnosestellung. Zusätzlich zur körperlichen Untersuchung ermöglichen es  Röntgenaufnahmen, Ultraschallbilder und CT- bzw. MRT-Diagnostik  unseren Spezialisten, sich ein exaktes Bild von ihrer Erkrankung oder Verletzung zu machen. Auf dieser Grundlage erfolgt eine individuelle Therapieplanung. Diese schließt selbstverständlich auch konservative Maßnahmen (ohne Operation) als Haupttherapie oder als begleitende Therapie vor und nach einer eventuell notwendigen Operation mit ein.

Unsere Ärzte

  • Leiter der Orthopädischen Chirurgie

  • Leiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie

  • Funktionsoberarzt Chirurgie